Ermittler haben in Tschechien eine Bande zerschlagen, die Grundsubstanzen zur Drogenherstellung aus Polen ins Land geschmuggelt haben soll. Die Staatsanwaltschaft in Liberec habe Anklage gegen 11 Personen erhoben, teilte eine Polizeisprecherin mit. Zehn von ihnen befänden sich in Untersuchungshaft. Der Hauptorganisator sei ein 46 Jahre alter Mann gewesen, der sogar seine Mutter für illegale Kurierdienste eingespannt habe.
Gefälschte Ausweise und gestohlene Kennzeichen
Die Bande habe in Polen unter anderem die leicht entzündliche Chemikalie roter Phosphor sowie mehr als 200 Kilogramm an Medikamenten mit dem Inhaltsstoff Pseudoephedrin eingekauft. Mit dieser Menge könnten rund 40 Kilogramm an Crystal Meth hergestellt werden, hieß es. Die Bande habe sowohl die Grundsubstanzen als auch fertiges Crystal Meth weiterverkauft. Bei einer Razzia seien ein Drogenlabor, drei Schusswaffen, gefälschte Ausweise, gestohlene Kfz-Kennzeichen sowie umgerechnet rund 370.000 Euro sichergestellt worden.
Gefährliche Droge
Das Rauschgift Crystal Meth macht schnell süchtig. Die synthetische Droge, die in Tschechien Pervitin genannt wird, wirkt stark aufputschend, unterdrückt Durst- und Hungergefühle und betäubt das Schmerzempfinden. Der Langzeitkonsum kann zu schweren körperlichen Schäden führen und Psychosen auslösen. Die Zahl der Abhängigen steigt seit Jahren an.
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