Die mutmaßliche NSU-Vertraute Susann E. soll laut Aussage der Rechtsterroristin Beate Zschäpe nicht von den Morden der Neonazi-Terrorzelle gewusst haben. Susann E. habe lediglich Kenntnis von Banküberfällen gehabt und sei davon ausgegangen, dass sich das Trio nach Ablauf der Verjährungsfrist stelle, sagte die 51-Jährige am dritten und letzten Tag ihrer Zeugenvernehmung am Oberlandesgericht (OLG) Dresden.
Die Vorsitzende Richterin Simone Herberger merkte an, dass das nicht mit der Tatsache zusammenpasse, dass das Trio auch weiter Banküberfälle durchführte. «Die Nachfragen waren nicht so groß, was für uns natürlich praktisch war», antworte Zschäpe.