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Vorzeitige Corona-Impfung - Ermittlungen gegen Landrat Vogel

Symbolbild Corona / pixabay
Symbolbild Corona / pixabay

Die vorzeitige Corona-Impfung von Erzgebirgs-Landrat Frank Vogel (CDU) ist nun ein Fall für die Justiz. Es sei ein Strafverfahren zu dieser Sache anhängig, sagte Oberstaatsanwältin Ingrid Burghart am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Chemnitz. Ermittelt werde wegen Vorteilsannahme. Im Februar war bekannt geworden, dass Vogel eine Impfung erhalten hatte, obwohl er nicht zur Bevölkerungsgruppe mit der höchsten Priorität gehört.

«Ich habe nicht proaktiv agiert und eine Impfung gefordert», hatte der CDU-Politiker dazu erklärt. Vielmehr habe er Mitte Januar aus dem Impfzentrum die Anfrage erhalten, ob er seine nichtmobilen Eltern, beide über 80 Jahre alt und zur Risikogruppe 1 gehörend, zur Impfung begleite. Vor Ort sei er dann angesprochen worden, dass auch er geimpft werden könne, was er angenommen habe. «Das war ein Fehler, für den ich mich entschuldige», hatte Vogel betont.

Auch in anderen Bundesländern waren Kommunalpolitiker vorzeitig geimpft worden, was scharfe Kritik hervorgerufen hat. So waren etwa in Halle (Sachsen-Anhalt) Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) sowie mehrere Stadträte und Mitglieder des Katastrophenstabes geimpft worden, obwohl sie noch nicht an der Reihe waren. Wiegand hatte seine Impfung erst Wochen später öffentlich gemacht. Mehrere Stadträte hatten daraufhin seine Suspendierung gefordert, eine Sondersitzung des Stadtrates zu der Impfaffäre war vor wenigen Tagen jedoch geplatzt.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH