Ob eine Arena für Musik- und Sportevents mit Tausenden Zuschauern, ein Opern- und Musicaltheater oder eine kleine Puppenbühne: Das wissenschaftliches Experiment «Restart 2.0» unter Leitung von Universitätsmedizinern aus Halle nähert sich dem Ende. Es hatte im Oktober 2021 mit Messungen im Puppentheater Halle begonnen, ohne Zuschauer. Den Wissenschaftlern geht es um die Frage, wie Räume künftig nach einheitlichen Kriterien bewertet werden können, ob sie aus Infektionsschutzsicht sicher sind oder nicht. In der Oper Halle wurden nun Messungen in der Raumluft vorgenommen - als einem der letzten von insgesamt zehn Orten des Experiments in Deutschland.
Im großen, hohen Saal des Opernhauses, der zwei Ränge hat, wurden über mehrere Stunden hinweg Aerosolkonzentrationen mittels spezieller Technik ermittelt. Für das Experiment verfolgten rund 250 Zuschauer eine Filmvorführung. Die Daten wurden sowohl anhand der Atemluft anonym als auch Daten aufgrund der zugeführten Luft des Raumes erhoben. Im Kern geht es bei «Restart 2.0» um den Schutz vor Virusinfektionen.