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Linke: Viele können sich FFP2-Masken nicht leisten

Eine Mitarbeiterin (r) gibt in einer Apotheke FFP2-Masken an einen Kunden aus. Foto: Angelika Warmuth/dpa/Symbolbild
Eine Mitarbeiterin (r) gibt in einer Apotheke FFP2-Masken an einen Kunden aus. Foto: Angelika Warmuth/dpa/Symbolbild

Die Linke fürchtet bei einer möglichen Einführung einer FFP2-Maskenpflicht im Handel und im öffentlichen Nahverkehr eine Benachteiligung für Teile der Bevölkerung. «Viele Menschen können sich FFP2-Masken nicht leisten und würden durch die Einführung der Tragepflicht diskriminiert», sagte Linke-Abgeordnete Susanne Schaper am Mittwoch. «Wie sollen Menschen mit geringem Einkommen die etwa vier Euro pro Maske stemmen, zumal häufiges Wechseln nötig ist, wenn die Maske ihre Schutzwirkung behalten soll?», fragte sie. Eine FFP2-Maskenpflicht beim Einkaufen sowie in Bussen und Bahnen sei daher nur realistisch, wenn die Masken kostenlos abgegeben werden, sagte Schaper.

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) hatte am Dienstag angekündigt, über eine verpflichtende Einführung von FFP2-Masken im Einzelhandel und im Nahverkehr nachzudenken. In Bayern war eine solche Regelung am gleichen Tag beschlossen worden. In Sachsen gilt eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken bisher nur für Pflegeheime. Die Linke begrüßte prinzipiell die Regelung für Pflegeheime, forderte die Regierung jedoch dazu auf, die Masken kostenlos und in ausreichender Stückzahl für den Besuch von Angehörigen zur Verfügung zu stellen.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH