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Köpping: Zahl der Patienten in Krankenhäusern alarmierend

Petra Köpping (SPD), Sozialministerin von Sachsen, nimmt ihre Maske ab. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Petra Köpping (SPD), Sozialministerin von Sachsen, nimmt ihre Maske ab. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) ist mit Blick auf immer mehr Corona-Patienten in den Krankenhäusern beunruhigt. «Die Entwicklung in den Krankenhäusern ist alarmierend. Die Zahlen zeigen, dass die Pandemie aller Pandemiemüdigkeit zum Trotz noch nicht vorbei ist», erklärte Köpping am Donnerstag in Dresden. Die Nachlässigkeit bei der Einhaltung der Corona-Regeln und die besorgniserregend niedrige Impfquote rächten sich nun.

«Wir haben eine Pandemie der Ungeimpften. Dabei schützt eine Impfung zuverlässig gegen schwere Verläufe und Tod. Gerade viele ältere Corona-Patienten in den Krankenhäusern haben keine Auffrischungsimpfung erhalten, obwohl dies längst möglich ist und angeboten wird», betonte die Ministerin. Sie appellierte an Kinder und Enkel der Älteren, ihre Lieben zur Booster-Impfung zu ermutigen. Diese senke das Risiko enorm.

Laut Sozialministerium wurden am Donnerstag 602 Corona-Patienten auf Normalstationen und 172 Patienten auf Intensivstationen behandelt. Noch am 11. Oktober seien es nur 79 Patienten auf der Intensivstation gewesen. Dies sei mehr als eine Verdopplung innerhalb von gut zwei Wochen. Die Zahl der Patienten auf Normalstation habe sich im gleichen Zeitraum mehr als verdreifacht. «Es ist nach der derzeitigen Entwicklung davon auszugehen, dass die Vorwarnstufe gemäß aktueller Corona-Schutz-Verordnung schon kommende Woche erreicht wird.»

Den Angaben zufolge kommen überwiegend Ungeimpfte ins Krankenhaus. Bis zum 25. Oktober seien aber auch 173 vollständig Geimpfte eingewiesen worden. «56 von ihnen sind verstorben, nahezu alle über 80 Jahre alt.» Insgesamt seien in Sachsen rund 2,3 Millionen Menschen vollständig geimpft.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH