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Impfpanne in Chemnitz: Bei 17 Menschen Impfstoff verwechselt

Eine Flüssigkeit tropft aus der Kanüle einer Spritze. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Illustration
Eine Flüssigkeit tropft aus der Kanüle einer Spritze. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Illustration

In Sachsen wurden bisher mehr als 2 Millionen Impfungen gegen eine Infektion mit dem Coronavirus verabreicht. Dazu stehen verschiedene Impfstoffe zur Verfügung. Im Chemnitzer Impfzentrum ist es dabei nun zu einer Verwechslung gekommen.

Eine Panne am Impfzentrum Chemnitz hat dazu geführt, dass 17 Menschen versehentlich mit Astrazeneca statt Moderna geimpft wurden. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung konnte noch nicht genau herausgefunden werden, wer diese Personen tatsächlich waren. In dem Zeitraum am vergangenen Dienstag seien 69 Menschen an der betreffenden Impfstrecke geimpft worden. Sie seien schriftlich informiert worden, sagte Vorstandsvorsitzender Klaus Heckemann. Zum genauen Alter der Betroffenen konnten keine Angaben gemacht werden.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt den Astrazeneca-Impfstoff für Personen ab 60 Jahren zu verwenden. Nach ärztlicher Aufklärung und Einwilligung ist aber auch ein Impfen Jüngerer möglich. In Sachsens Impfzentren wird das Vakzin regulär an über 60-Jährige verabreicht; seit kurzem bieten sie aber auch Impfungen damit für Menschen ab 40 Jahren an. «Erste Studiendaten aus England zeigen eine ebenfalls sehr gute Wirksamkeit, wenn verschiedene Impfstoffe bei Erst- und Zweitimpfung verabreicht werden», betonte die Kassenärztliche Vereinigung in ihrer Mitteilung.

Sie bedauerte die Verwechslung. «Leider konnte dies trotz höchster Sicherheitsmaßnahmen und Kontrollmechanismen nicht verhindert werden», hieß es. Es sei sehr misslich, dass die Ampullen beider Vakzine das gleiche Volumen hätten und auch ihre Abdeckung farblich gleich sei. Das begünstige eine Verwechslung, erklärte Heckemann auf Nachfrage.

Den Angaben nach wurden nach der Panne personelle Konsequenzen gezogen. Zudem würden die Abläufe erneut geprüft und die Mitarbeiter der Impfzentren entsprechend instruiert. Die Betroffenen seien per Brief über weitere Handlungsempfehlungen informiert worden, hieß es. Zudem könnten sie sich über eine Sonderrufnummer mit ihren Fragen an einen erfahrenen Impfarzt wenden.

«Wir stehen mit der Kassenärztlichen Vereinigung in engem Kontakt und begrüßen den verantwortungsvollen Umgang bei der Aufklärung des Vorfalls, damit Betroffene ihre Fragen stellen können», schrieb das Gesundheitsministerium auf Twitter. Nachdem die Verwechslung der Impfstoffe festgestellt wurde, sei das Ministerium sofort informiert worden.

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Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH