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Hilbert für Lockdown und frühere Weihnachtsferien

Dirk Hilbert, Oberbürgermeister der Stadt Dresden, trägt eine Atemschutzmaske. Foto: Ronald Bonss/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Dirk Hilbert, Oberbürgermeister der Stadt Dresden, trägt eine Atemschutzmaske. Foto: Ronald Bonss/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Der Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) plädiert für einen Lockdown vor Weihnachten in Sachsen. Er halte es für zwingend geboten, die Kontakte weiter zu beschränken, «als es die Regelungen bisher vorsehen», sagte er am Donnerstag laut Mitteilung zu einem entsprechenden Antrag, über den der Gesundheitsausschuss des Stadtrates am Freitag berate. Bürgern und Wirtschaft sei mehr geholfen, «wenn es einen klaren Fahrplan im Freistaat gibt und wir nicht häppchenweise in einen Lockdown schlittern».

Hilbert verwies zur Begründung auf die weiter zugespitzte Situation in den Krankenhäusern und die ungebrochen hohen Infektionszahlen. Das Papier sieht vor, dass er sich beim Freistaat für eine schnelle Entscheidung dazu einsetzt, ebenso wie für vorgezogene Weihnachtsferien ab 15. Dezember. «Unsere Erfahrung aus den vergangenen Wellen ist ja vor allem, dass kurzfristige Entscheidungen ohne ausreichend Vorlauf berechtigterweise für Frust und Unverständnis sorgen.»

Die Stadtverwaltung will voraussichtlich ab kommenden Dienstag in den Notbetrieb gehen. Analog der Staatstheater sowie der Städte Leipzig und Chemnitz soll zudem der Spielbetrieb der Bühnen und Orchester bis zum 9. Januar 2022 ruhen. «Es ist zwar bitter, jedoch mit Blick auf das Infektionsgeschehen angemessen und richtig», sagte Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Linke). Sie forderte zugleich dazu auf, sich «impfen und boostern zu lassen und regelmäßig zu testen». Nur mit einer hohen Impfquote und konsequenter Testung von Beschäftigten und Publikum bestehe die Chance, die Kultureinrichtungen im ersten Quartal 2022 wieder zu öffnen.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH