Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) sieht Sachsen ein halbes Jahr nach dem ersten registrierten Coronavirus-Fall im Land in einer vergleichsweise guten Situation. «Unsere Krankenhäuser waren zu keiner Zeit überlastet. Dafür möchte ich mich auch ganz herzlich bei der Bevölkerung bedanken, die sich an Abstands- und Hygieneregeln hält und das auch weiter tut», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Auch weiterhin soll es trotz Corona nur wenige Verbote geben. «Wenn dies die Infektionslage zulässt. Auch jetzt ist unsere Neuinfektionsrate zum Glück moderat.»
Schnellte die Zahl der Erkrankten bis Anfang April täglich mit dreistelligen Zuwachsraten in die Höhe, stieg sie sie seither auf relativ niedrigem Niveau - jüngst wieder zweistellig. Zuletzt gab es im Freistaat 5930 nachweislich mit dem Coronavirus infizierte Menschen und 224 Tote in diesem Zusammenhang (Stand 28. August).
Sachsen hat das niedrige Infektionsgeschehen in den vergangenen Monaten stets als Grund für die Lockerungen angeführt und preschte bei einige Punkten vor - etwa bei der Öffnung von Schulen, Kitas oder Gastronomiebetrieben. Mit der neuen Corona-Schutzverordnung ab 1. September sollen auch Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen unter Auflagen wieder erlaubt sein.