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Bodendieck gegen Verzicht auf Maskenpflicht

Ein gebrauchter orangefarbener Mund-Nasen-Schutz liegt auf dem Gehweg. / Foto: Peter Kneffel/dpa/Symbolbild
Ein gebrauchter orangefarbener Mund-Nasen-Schutz liegt auf dem Gehweg. / Foto: Peter Kneffel/dpa/Symbolbild

Der Präsident der sächsischen Landesärztekammer, Erik Bodendieck, hält einen sofortigen Wegfall der Maskenpflicht in Gesundheitseinrichtungen für verfrüht. Masken sollten dort zumindest bis zum Auslaufen des jetzigen Infektionsschutzgesetzes am 7. April getragen werden, sagte er am Mittwoch dem Nachrichtenradion MDR Aktuell. Dann sei der Höhepunkt der Infektwelle überstanden und man könne die Entscheidung der Eigenverantwortung der Menschen überlassen.

Bodendieck vertritt damit eine andere Auffassung als der Präsident der Bundärztekammer, Klaus Reinhardt. Der Präsident der sächsischen Landesärztekammer sagte, es gebe aktuell eine Masse anderer Infektionskrankheiten wie Influenza und RS-Viren. Ein Wegfall der Maskenpflicht könnte den Personalmangel in den Einrichtungen wieder verschärfen.

Bodendieck sprach sich auch dagegen aus, die Entscheidung zur Maskenpflicht den Praxisinhabern zu übertragen. In der Bevölkerung sei die Akzeptanz für das Maskentragen jetzt schon relativ gering, zumal es lange einen Flickenteppich unterschiedlicher Regelungen gegeben habe. «Ich möchte den Kolleginnen und Kollegen die Auseinandersetzung mit den Patientinnen und Patienten nicht zumuten.»

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