Die steigenden Preise sorgen für hohe Nachfrage bei den sächsischen Tafeln. «Wir werden regelrecht überrannt - sowohl von deutschen Kunden als auch von Geflüchteten aus der Ukraine», sagte ein Sprecher des Landesverbands Tafel Sachsen. «Besonders am Monatsende merkt man, dass bei vielen kein Geld mehr da ist, um die Familie zu versorgen.» Im Landesverband sind 44 Tafeln im Freistaat organisiert. Pro Woche versorgten sie durchschnittlich bis zu 1500 Haushalte - hinzu kämen Geflüchtete aus der Ukraine, sagte der Sprecher.
Die örtlichen Tafeln erhalten demnach vor allem von lokalen Supermärkten und Discountern Lebensmittel-Spenden. In Dresden betreibt der Landesverband zusätzlich ein Zentrallager, aus dem sich die Einrichtungen bedienen können. «Dort sammeln wir Großspenden. Die Zahl der Spenden im Zentrallager ist auf stabilem Niveau», sagte der Sprecher. Allerdings müssten sich gerade Tafeln mit einem weiten Anfahrtsweg überlegen, ob das Geld für die hohen Benzinkosten reiche, um nach Dresden zu fahren und Lebensmittel abzuholen.