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Afrikanische Schweinepest: Weitere Wildschweine gefunden

Ein Wildschwein steht in ein einem Wald. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Ein Wildschwein steht in ein einem Wald. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

In Ostsachsen sind weitere Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) entdeckt worden. Wie das Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte, wurden zwölf Wildschweine positiv getestet. Damit stieg die Zahl der Fälle im Freistaat auf 31. «Die positiven ASP-Befunde belegen, dass wir ein aktives Infektionsgeschehen innerhalb des gefährdeten Gebietes haben», erklärte Ministerin Petra Köpping (SPD) am Samstag.

Die neuen Fundorte sind südlich des Truppenübungsplatzes Oberlausitz im Niederspreer Teichgebiet, einem großen Naturschutzgebiet nordwestlich von Neusorge, hieß es. Das Gebiet bestehe aus vielen Teichen und sei in die Heidelandschaft eingebettet. Das Gebiet sei für Wildschweine ein natürlicher Lebensraum und schwer zugänglich.

«Es macht die Afrikanische Schweinepest aus, dass einmal erkrankte Tiere innerhalb weniger Tage an der Krankheit sterben. Da wir die Ansteckung der Tiere nicht unterbinden können, erwarten wir aufgrund der hohen Sterblichkeit durch das Virus und die Wildschweindichte in den nächsten Tagen und Wochen weitere verendete Wildschweine zu finden», sagte die Ministerin. Sie bat die Bürger, die gefährdeten Gebiete zu meiden.

ASP ist eine ansteckende Erkrankung bei Haus- und Wildschweinen, die fast immer tödlich verläuft und unheilbar ist. Es gibt keine Möglichkeit, die Schweine durch eine vorbeugende Impfung zu schützen, hieß es. Die Erkrankung könne direkt von Tier zu Tier oder indirekt über kontaminierte Gegenstände wie Kleidung und Schuhe sowie Futter in andere Gebiete durch den Menschen übertragen werden. Für Menschen und andere Tierarten sei die ASP nicht ansteckend oder gefährlich.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH