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Tourismus bastelt an Wintersport-Alternativen

Wanderer sind am Teich vor dem Schloss Moritzburg unterwegs. / Foto: Robert Michael/dpa/Symbolbild
Wanderer sind am Teich vor dem Schloss Moritzburg unterwegs. / Foto: Robert Michael/dpa/Symbolbild

Unabhängig vom Wetter zieht es viele Menschen im Winter an die frische Luft. Trotz des derzeitigen Wintereinbruchs: Die Unsicherheit in den sächsischen Wintersportgebieten nimmt zu - und damit die Suche nach Alternativen zu Rodel und Ski.

Auch wenn Schneefall und Kälte den Wintersportfreunden momentan Hoffnung machen: Die Suche nach Alternativen für Ski alpin oder Langlauf in den einst schneereichen Regionen Sachsens geht weiter - und Winterwandern wird immer wichtiger. Aktuell würden Wintersportorte wie Oberwiesenthal oder Altenberg wieder die Pisten beschneien und präparieren, sagt Claudia Brödner vom Tourismusverband Erzgebirge in Annaberg-Buchholz der dpa. «Sie sind aber noch nicht geöffnet.»

Die meisten Urlauber in den zentralen Wintersportorten Sachsens - rund um den Fichtelberg und im Osterzgebirge - würden sich nach wie vor die klassischen Winter-Outdoor-Aktivitäten auf Pisten und Loipen wünschen. «Dies wird sich kurzfristig nicht ändern. Um aber breit aufgestellt zu sein und auf die unterschiedlichsten Witterungsbedingungen reagieren zu können, ist es sicher richtig, alternative Angebote zu entwickeln und zu bewerben», so Brödner.

Deshalb setze die Region auch auf Alternativen - dazu zählen die Fahrten mit der Weißeritztalbahn, die täglich von Freital ins Osterzgebirge führt oder regelmäßige Führungen am Eiskanal in Altenberg. Vor allem auf Winterwander-Freunde warten Angebote. Das mache in einer idyllischen Schneelandschaft natürlich besonders Spaß, sagt Elke Eichler, Geschäftsführerin beim Sächsischen Wander- und Bergsportverband. «Aber die Termine finden auf jeden Fall statt, unabhängig vom Wetter.» Freunde der frischen Luft können sich auf die Traditionswanderung «Auer Schneekristall» freuen (11. Februar), die in der erzgebirgischen Stadt zum 39. Mal stattfindet.

Am selben Tag möchte die «34. Dippoldiswalder Wintertour - Allwetterwanderung Zinnwald» ins Osterzgebirge locken. Die Nachfrage steigt, ergänzt Eichler: «Die Leute wollen wandern.» Rund 1000 Teilnehmer zählt die Fackelwanderung im Wintersportort Carlsfeld im Erzgebirgskreis pro Wintersaison, sagt Martina Zapf vom Fremdenverkehrsverein als Veranstalter. Jeden Freitag im Januar und donnerstags im Februar geht es um 18.00 Uhr los. «Über die Staumauer in den Wald, wo heiße Getränke warten.»

In der Sächsischen Schweiz liege der Fokus in der Wintersaison ohnehin auf dem Wandern, sagt Nicole Hesse vom Tourismusverband Sächsische Schweiz. Dafür bringe der Verband jedes Jahr eine Winterwander- und Erlebniskarte mit 35 Routen heraus, Einkehrmöglichkeiten inklusive. «Erstmals führt die Karte die schönsten Wintererlebnisse in den Urlaubsorten auf, von regionaler Kulinarik bis Sport.»

Auch die Vogtländer merken eine vermehrte Wanderlust bei kühleren Temperaturen: «Es gibt wirklich das Interesse, auch im Winter aktiver zu werden», sagt auch Kathrin Hager vom Vogtländischen Wanderverband. Zu den Vogtlandspielen (27. Januar) möchte der Vogtländische Wanderverband Winterwandern für Kinder anbieten, wofür 200 Anmeldungen aus Grundschulen vorliegen.

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