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Leipziger Neuseenland: Kein Ende der Kanalsperrung in Sicht

Bei der Sperrung eines Kanals zwischen dem Störmthaler und dem Markkleeberger See südlich von Leipzig ist kein Ende in Sicht. Der Bergbausanierer LMBV teilte am Freitag mit, dass derzeit immer noch nach der Ursache für die Risse in der Kanalböschung an der sogenannten Kanuparkschleuse gesucht werde. Weitere Aufklärung über die «geotechnische Situation» in dem ehemaligen Tagebaugebiet sei nötig.

Ein Gutachten dazu werde erst Ende nächsten Jahres vorliegen. Erst dann könne entschieden werden, wie Kanal und Schleuse saniert werden können und was das kosten würde. Wann wieder Ausflugsboote zwischen den beiden Bergbauseen fahren können, ist damit vollkommen offen.

Die Böschungsschäden und Risse waren im März diesen Jahres bekannt geworden. Daraufhin wurden beide Seen bis Mitte Juni für jegliche Nutzung gesperrt. Die LMBV errichtete als Sofortmaßnahme zur Gefahrenabwehr Spundwände an beiden Seiten des Kanals. Sie sollen verhindern, dass - falls die Schleuse nicht mehr standfest wäre - sich Wasser aus dem rund vier Meter höheren Störmthaler in den Markkleeberg See ergießt. Laut LMBV kosteten allein diese Sicherungsmaßnahmen rund drei Millionen Euro.

Für die Entwicklung der Seenlandschaft in der ehemaligen Bergbauregion ist die Kanalsperrung ein Rückschlag. Die Touristiker haben große Hoffnung auf den Gewässerverbund gesetzt, in dem verschiedene Seen miteinander verbunden sind. Auch zwischen zwei anderen Seen - dem Cospudener und dem Zwenkauer See - soll ein ähnlicher, größerer Kanal in Kippengelände entstehen. Wann dieser Harthkanal fertig sein wird, ist nach verschiedenen Verzögerungen noch nicht absehbar.

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