Nach den schweren Ausschreitungen beim Zweitligaspiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden hat der Präsident des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt ein entschiedenes Vorgehen gefordert. Täter müssten zügig identifiziert werden, und es sei wichtig, dass es rasche und strenge Urteile gebe, erklärte der ehemalige Innenminister von Sachsen-Anhalt, Holger Stahlknecht (CDU), dem MDR. Es gehe zudem um eine präventive Wirkung. Anstelle einer Bewährungs- oder Geldstrafe könnte auch eine Gefängnisstrafe gerechtfertigt sein.
Polizei bittet um Fotos und Videos aus dem Stadion
Gleichzeitig sprach sich Stahlknecht gegen Geisterspiele aus. „Wir haben immer einige, die sich nicht an Regeln halten, und am Ende leidet dann eine gesamte Gesellschaft unter diesen Auswüchsen.“ Bei dem Zweitligaspiel am Samstagabend wurden mindestens 64 Polizisten verletzt, 17 von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Anhänger des 1. FC Magdeburg hatten versucht, in den Gästeblock zu gelangen und wurden von Polizisten daran gehindert.
Die Polizei hat mittlerweile eine eigene Ermittlungsgruppe sowie ein Hinweisportal im Internet eingerichtet. Die Polizeiinspektion Magdeburg bittet Zeugen, über das Portal Fotos oder Videos zu den Ausschreitungen hochzuladen.
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