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Warnstreik mit Atemschutz und Abstand bei Globalfoundries

Ein Teilnehmer an einem Warnstreik vor dem Werkstor des Dresdner Chiphersteller Globalfoundries trägt einen Mundschutz mit der Aufschrift "Solidarisch ist man nicht alleine". Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
Ein Teilnehmer an einem Warnstreik vor dem Werkstor des Dresdner Chiphersteller Globalfoundries trägt einen Mundschutz mit der Aufschrift "Solidarisch ist man nicht alleine". Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Im Tarifkonflikt beim Dresdner Chiphersteller Globalfoundries (GF) hat es am Freitag einen weiteren Warnstreik für einen Tarifvertrag gegeben. Oliver Heinrich, Landesbezirksleiter der IG Bergbau, Chemie, Energie Nordost, ging davon aus, dass sich bis zu 200 Kollegen und damit der Großteil der Spätschicht beteiligten. Auch die Nachtschicht und die Frühschicht wurden zum Warnstreik aufgerufen. «Wir hoffen, dass die Aktion den Arbeitgeber beeindruckt und er endlich an den Verhandlungstisch kommt.» Heinrich zufolge waren die Streikenden mit Schutzmasken erschienen und hielten Abstand.

«Corona darf doch nicht für alles herhalten. Deshalb darf es nicht wahr sein, dass das Management von Globalfoundries diese Krise als Persilschein für ungelöste Fragen verwendet und auf die Tränendrüse drückt», sagte Heinrich, der als Verhandlungsführer agiert: «Wir wollen keine Reichtümer, wir wollen niemandem die Butter vom Brot nehmen - wir wollen einfach nur den längst überfälligen Tarifvertrag für die Mitarbeiter von Globalfoundries.» Man behandle Mitarbeiter nicht wie Sklaven, die nichts zu sagen haben. Die Gewerkschaft strebe eine Tarifbindung erstmal über einen Haustarifvertrag an.

«Die IG BCE hat in der größten Wirtschaftskrise unseres Landes einen Streik bei GF Dresden ausgerufen. Das ist verantwortungslos und zeigt, wie weit entfernt die Gewerkschaftsspitze in Hannover und Berlin mittlerweile von der wirtschaftlichen Realität vor Ort ist», erklärte GF-Sprecher Jens Drews. Das Management habe Verantwortung für eine gute Zukunft des Standortes mit sicheren Jobs für alle 3200 Beschäftigten und nicht nur für die 17 Prozent der Belegschaft, die der IG BCE angehörten. «Wir bleiben bei unserem Kurs und setzen ganz klar auf betriebliche Mitbestimmung mit dem Betriebsrat.»

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Ein Teilnehmer an einem Warnstreik vor dem Werkstor des Dresdner Chiphersteller Globalfoundries trägt einen Mundschutz mit der Aufschrift "Solidarisch ist man nicht alleine". Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa