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Geringe Kaufkraftsteigerung trotz gestiegener Löhne in Sachsen 2023

Auf Abrechnungsformularen liegen Euromünzen und -Geldscheine. / Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
Auf Abrechnungsformularen liegen Euromünzen und -Geldscheine. / Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Wegen der hohen Teuerung haben viele Menschen in Sachsen im vergangenen Jahr nur wenig von ihrem Lohnanstieg profitiert.

Gestiegene Löhne haben Beschäftigten in Sachsen im vergangenen Jahr nur etwas mehr Kaufkraft beschert. Zwar wuchsen die Nominallöhne um rund 6,9 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Dienstag mitteilte. Gleichzeitig betrug die Teuerung ungefähr 6,5 Prozent. Die Reallöhne 2023 erhöhten sich daher gegenüber dem Vorjahr durchschnittlich nur um rund 0,3 Prozent. In den drei letzten Quartalen von 2023 seien die Reallöhne jeweils gestiegen, hieß es weiter. Die Statistiker führen die Entwicklung vor allem auf Zahlungen der Inflationsausgleichsprämie und Anpassungen aufgrund der Mindestlohnerhöhung zurück.

Der Verdienstanstieg kam besonders der ärmsten Gruppe unter den Vollzeitbeschäftigten zugute: Das Fünftel mit den geringsten Verdiensten verzeichnete demnach mit einem durchschnittlichen Nominallohnplus von 12,6 Prozent zum Vorjahr die stärksten Steigerungen. Bei dem Fünftel der Vollzeitbeschäftigten mit den höchsten Verdiensten lag der Lohnanstieg ohne Berücksichtigung der Inflation dagegen nur bei 4,9 Prozent.

Deutliche Unterschiede in der Lohnentwicklung gab es auch in den verschiedenen Wirtschaftszweigen: «Während im Gastgewerbe 13,9 Prozent höhere Nominallöhne erzielt wurden, lagen die Zuwächse im Wirtschaftszweig Erziehung und Unterricht nur bei 2,8 Prozent», so die Statistiker.

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