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Dulig: Mehr Werbung für Akzeptanz ausländischer Fachkräfte

Martin Dulig (SPD), Wirtschafts- und Bergbauminister in Sachsen. / Foto: Hendrik Schmidt/dpa/Archivbild
Martin Dulig (SPD), Wirtschafts- und Bergbauminister in Sachsen. / Foto: Hendrik Schmidt/dpa/Archivbild

Der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig hält es für notwendig, vielerorts besser für die Akzeptanz ausländischer Fachkräfte zu werben. Es sei auch eine Aufgabe der Arbeitgeber, entsprechend auf die Belegschaft einzuwirken, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. «Fakt ist: Unseren Bedarf an Arbeits- und Fachkräften werden wir nicht mehr allein decken können. Es muss daher klar sein, dass mein eigener Arbeitsplatz künftig nur gesichert ist, weil auch Kollegen aus anderen Ländern ihn sichern.»

Dulig hält es nach eigenen Worten für sinnvoll, bei der Zuwanderung vor allem mit Ländern zusammenzuarbeiten, mit denen es bereits historische und enge Beziehungen gibt - wie im Fall von Vietnam. «Wir sollten gerade mit Ländern kooperieren, die einen gewissen Jugendüberschuss haben oder wo die Jugendarbeitslosigkeit besonders hoch ist.»

Es verbiete sich, nur die eigenen Arbeitsmarktziele egoistisch in den Blick zu nehmen. «Wir haben auch Verantwortung für die Entwicklung anderswo. Wenn Menschen bei uns eine gute Ausbildung bekommen, werden gewiss auch einige später in ihre Heimatländer zurückgehen und ihre Erfahrungen weitergeben. Das wäre eine Win-Win-Situation.»

Er denke neben Vietnam auch an Ägypten, Brasilien, Kirgistan und an viele Hochqualifizierte aus dem Iran, sagte Dulig. Man habe keine Zeit zu verlieren. «Wir brauchen nicht die zehnte Studie oder Analyse, was jetzt zu tun ist. Unser Ziel ist ein Pakt für Zuwanderung, mit der Wirtschaft, der Wissenschaft und allen gesellschaftlich relevanten Gruppen.»

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