Mit einem zentralen Gedenken wird in Berlin heute an den Mauerbau vor 59 Jahren und die Opfer der deutschen Teilung erinnert. In der Mauer-Gedenkstätte an der Bernauer Straße werden Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) erwartet. Wegen der Corona-Pandemie dürfen laut Mauer-Stiftung in diesem Jahr nur 20 Gäste kommen. In der Kapelle der Versöhnung auf dem früheren Todesstreifen werden zunächst Zeitzeugen sprechen. Am Denkmal sollen dann Kränze niedergelegt werden.
Müller mahnte mit Blick auf den Jahrestag, die Erinnerung an Unfreiheit und Diktatur wach zu halten. Es gebe eine gemeinsame Verantwortung, Freiheit und Demokratie zu schützen, gerade in Zeiten, in denen sie erneut gefährdet seien. Was Unfreiheit bedeutet, hätten die Berlinerinnen und Berliner durch die Teilung der Stadt rund 28 Jahre lang direkt erfahren. «Berlin ist und bleibt deshalb die Stadt der Freiheit und der Toleranz», so Müller.
Vor 59 Jahren begann der Bau der Berliner Mauer, der die deutsch-deutsche Teilung besiegelte. Sie ging erst mit dem Fall der Mauer am 9. November 1989 zu Ende.