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Kretschmer würdigt Gorbatschow als «Mann des Friedens»

Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) hat den Friedensnobelpreisträger und früheren sowjetischen Präsidenten Michael Gorbatschow als «Mann des Friedens» gewürdigt. «Das Ende des Kalten Krieges und die Deutsche Wiedervereinigung wären ohne ihn undenkbar gewesen. Wir trauern um Michail Gorbatschow, ein Mann des Friedens, dem Deutschland viel zu verdanken hat», schrieb Kretschmer am Mittwoch auf Twitter. Gorbatschow hatte im Jahr 2010 den Dresden-Preis, einen internationalen Friedenspreis, erhalten. Der Politiker war am Dienstag im Alter von 91 Jahren in Moskau gestorben.

«Michail Gorbatschow war ein großer Staatsmann, ohne den die deutsche Wiedervereinigung 1990 nicht möglich gewesen wäre. Er hat den Willen der Menschen und den Willen der Völker in Europa akzeptiert», sagte Landtagspräsident Matthias Rößler. Er sei Gorbatschow mehrmals begegnet. «Bei einem längeren gemeinsamen Gespräch habe ich ihn als einen zutiefst menschlichen Charakter und zugleich als Staatsmann mit der Vision für eine friedlichere Welt erlebt. Gorbatschow war ein Mann von staatsmännischer Größe und Tragik. Denn in seiner Heimat hat er nie die Anerkennung erfahren, wie sie ihm im Ausland zuteil wurde.»

«Für viele Menschen in der DDR bedeutete die von Gorbatschow eingeleitete Politik ein Signal, aufzustehen und für eine demokratische Umgestaltung ihres Landes zu kämpfen. Plötzlich veränderte sich das böse Zerrbild 'des Russen' zum Guten», betonte der SPD-Politiker Frank Richter. Ohne die Zustimmung Gorbatschows wäre es nicht zur Deutschen Einheit gekommen.

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