Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) wird bei ihrem Besuch in den USA gemeinsam mit Autor Ingo Schulze über die Wende und ihre Folgen für die Ostdeutschen sprechen. Die Diskussion ist am Donnerstag im Deutschen Historischen Institut der US-amerikanischen Hauptstadt geplant. Schulze (59) stammt aus Dresden und hat sich in seinen Werken wiederholt mit deutscher Geschichte und der Wende befasst. Bei diversen Terminen in Washington soll es vor allem um die Themen gesellschaftlicher Zusammenhalt und Extremismusprävention gehen, wie das Sozialministerium am Mittwoch mitteilte.
«Nicht nur vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und der Energiekrise steht der Kitt unserer Gesellschaft durch Polarisierung und Radikalisierung zunehmend unter Druck. Die US-amerikanische Gesellschaft gilt als tief gespalten, die Polarisierung entläuft entlang vielfältiger Konfliktlinien. Wir müssen mit diesen Tendenzen, die es in Sachsen wie in den USA gibt, bestmöglich umgehen», erklärte Köpping. Manchmal seien es kleine Dinge, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und die Menschen wieder näher zusammenbringen könnten.