Sachsens Freie Wähler (FW) haben zum Tag der Deutschen Einheit an ein erprobtes Gesprächsformat aus den Endzeiten der DDR erinnert - die Runden Tische. FW-Chef Steffen Große beklagte am Mittwoch den Zustand der aktuellen Debattenkultur: «Der Wille, miteinander ins Gespräch zu kommen, endet oftmals bei der Sorge um den Verlust politischer Pfründe. Viele Politiker geben leider auch kein gutes Vorbild für die Bürger ab.» Sie würden sich - verstärkt durch soziale Medien - zunehmend in eigene Lager und Gruppen zurückziehen und seien immer weniger bereit, dem Anderen zuzuhören:
«Die «Runder Tisch»-Kultur von 1989/90 sollte 30 Jahre nach dem Mauerfall mutig wiederbelebt werden. Dann kehrt auch mehr Vertrauen in die Politik zurück und die Zahl der Wut-Bürger nimmt ab», erklärte Große. Seine Partei setze weiter auf das Motto: «Wer nur Rechts und Links kennt, macht keinen Schritt voran.» Auch in anderen Bereichen müsse man zueinander finden, «statt oben auf seiner Palme zu sitzen und mit Kokosnüssen zu werfen».