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Freie Wähler werben für Kultur der Runden Tische

02.10.2019 von

Foto: Steffen Große, Vorsitzender der Freien Wähler Sachsens. Foto: Peter Endig/zb/dpa

Sachsens Freie Wähler (FW) haben zum Tag der Deutschen Einheit an ein erprobtes Gesprächsformat aus den Endzeiten der DDR erinnert - die Runden Tische. FW-Chef Steffen Große beklagte am Mittwoch den Zustand der aktuellen Debattenkultur: «Der Wille, miteinander ins Gespräch zu kommen, endet oftmals bei der Sorge um den Verlust politischer Pfründe. Viele Politiker geben leider auch kein gutes Vorbild für die Bürger ab.» Sie würden sich - verstärkt durch soziale Medien - zunehmend in eigene Lager und Gruppen zurückziehen und seien immer weniger bereit, dem Anderen zuzuhören:

«Die «Runder Tisch»-Kultur von 1989/90 sollte 30 Jahre nach dem Mauerfall mutig wiederbelebt werden. Dann kehrt auch mehr Vertrauen in die Politik zurück und die Zahl der Wut-Bürger nimmt ab», erklärte Große. Seine Partei setze weiter auf das Motto: «Wer nur Rechts und Links kennt, macht keinen Schritt voran.» Auch in anderen Bereichen müsse man zueinander finden, «statt oben auf seiner Palme zu sitzen und mit Kokosnüssen zu werfen».

Vom neuen Landtag in Sachsen wünschen sich die Freien Wähler «den Mut, auch neue Wege zu gehen. Dazu gehöre, die außerparlamentarische Opposition einzubinden. Diese stünde im Ergebnis der Landtagswahl 2019 immerhin inzwischen für rund 300 000 Wählerstimmen. Ebenso sei eine Wahlrechtsreform überfällig: «Ein Weiter so, wird die Stimmung vor der nächsten Wahl nicht verbessern, sagte der FW-Chef.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Steffen Große, Vorsitzender der Freien Wähler Sachsens. Foto: Peter Endig/zb/dpa

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