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Freiberger Wissenschaftler: CO2-Besteuerung ohne Ausnahmen

18.06.2020 von

Foto: Symbolbild CO2 / pixabay

Wissenschaftler der TU Bergakademie Freiberg fordern im Zusammenhang mit geplanten Änderungen des Brennstoffemissionshandelsgesetzes, den Ausstoß von Kohlendioxid ohne Ausnahmen zu besteuern. Überall, wo CO2 anfalle, müsse undifferenziert besteuert werden, sagte Bernd Meyer, Leiter des Instituts für Energieverfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (IEC), am Donnerstag am Rande einer Ausstellungseröffnung zum Kohlenstoffkreislauf.

«Eine CO2-Besteuerung dient dem Wettbewerb und sorgt dafür, dass C02-arme Technologien nicht ausgebremst werden», erklärte Meyer. Dies betreffe zum Beispiel die Wiederverwertung von kohlenstoffhaltigem Siedlungsabfall. Denn nach seinen Angaben wird zum Beispiel der Kohlendioxid-Ausstoß bei Müllverbrennungsanlagen nicht besteuert.

Auf dem Universitätsgelände am Lehr- und Forschungsbergwerk «Reiche Zeche» zeigt seit Donnerstag ein so genannter «Carbon Discovery Trail» Ursprung und Nutzen des Rohstoffs Kohlenstoff - aber auch darauf zurückzuführende Schäden. Die Außenausstellung im Rahmen der 4. Landesausstellung zur Industriekultur in Sachsen erklärt unter anderem, dass der Mensch zu 28 Prozent aus Kohlenstoff besteht und ein Leben ohne das Element nicht möglich wäre.

«Ohne Kohlenstoff kommen wir nicht aus», sagte TU-Rektor Klaus-Dieter Barbknecht. Es gehe darum darzustellen, wie Kohlenstoff, der einmal in die Welt gesetzt worden sei, wieder verwendet werden kann. «Es geht um die Kreislaufwirtschaft, um aus der Kohlenstofffalle zu kommen», betonte Barbknecht.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

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