In Erinnerung an die Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg vor 78 Jahren hat die Stadt auch angesichts der aktuellen Konflikte ein deutliches Zeichen für Versöhnung und Frieden gesetzt. Tausende reichten sich am frühen Montagabend die Hände, die traditionelle Menschenkette zog sich durch die Altstadt und über zwei Elbbrücken um einen Teil der City. Die Kranzniederlegungen und Veranstaltungen tagsüber blieben störungsfrei. Am Abend protestierten zahlreiche Demonstranten gegen Nazis und blockierten die Route eines «Gedenkspaziergangs», den die Polizei schließlich an der Versammlung vorbeiführte - unter vielen «Haut-ab-Rufen».
«Geborene und Zugezogene, Jung und Alt, Briten und Deutsche, Ukrainer und Russen» stünden gemeinsam im Gedenken an die Toten vom 13. Februar 1945 in Dresden, aber auch an die Opfer deutscher Bomben 1940 in Coventry, an die Millionen Toten der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft sowie globaler Krisen zusammen, sagte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP), bevor sich die Menschenkette schloss. Nach Rathausangaben folgten rund 10.000 Menschen dem Aufruf von Stadt und Zivilgesellschaft.