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Dresden bildet erneut Menschenkette am 13. Februar

Ursula Staudinger, Rektorin der TU Dresden (links), ist Versammlungsleiterin der Menschenkette zum Jahrestag der Zerstörung Dresdens am 13. Februar 1945. / Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Ursula Staudinger, Rektorin der TU Dresden (links), ist Versammlungsleiterin der Menschenkette zum Jahrestag der Zerstörung Dresdens am 13. Februar 1945. / Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Seit mehr als einem Jahrzehnt setzt die Landeshauptstadt am Jahrestag ihrer Bombardierung im Zweiten Weltkrieg ein Zeichen gegen rechte Vereinnahmung. Auch an diesem Freitag werden Tausende erwartet.

Mit einer Menschenkette will Dresden an die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg erinnern und erneut ein Zeichen für Versöhnung und Miteinander setzen. Unter dem Motto «Gemeinsam Haltung zeigen. Jeden Tag.» sind die Dresdnerinnen und Dresdner zur Teilnahme am 13. Februar aufgerufen - dem 81. Jahrestag der alliierten Luftangriffe im Jahr 1945.

Einstehen für Demokratie und Frieden

«Es ist weiterhin nötig und nötiger denn je, ein starkes Zeichen zu setzen, angesichts der Verbrechen des Naziregimes und angesichts erstarktem Rechtsextremismus in Deutschland», sagte die Rektorin der Technischen Universität Ursula Staudinger, die Versammlungsleiterin und Anmelderin der Veranstaltung ist. Die Demokratie und die demokratische Rechtsordnung seien nicht mehr selbstverständlich. 

Eine Auftaktkundgebung am Kulturpalast leitet die Veranstaltung mit einem gemeinsamen Bürgersingen mit den Chören der Dresdner Philharmonie ein. Anschließend formiert sich die Menschenkette, die wie bereits im vergangenen Jahr nach dem Einsturz der Carolabrücke nur auf Altstädter Seite die Innenstadt umschließt. 

Bis zu 10.000 Teilnehmer erwartet

Die bis zu 10.000 Teilnehmer, mit denen die Veranstalter rechnen, sind eingeladen, auch anschließend in der Innenstadt zu bleiben und weitere Angebote, wie etwa dem stillen Gedenken in der Frauenkirche, wahrzunehmen. Weitere dezentrale Veranstaltungen finden zudem bereits ab dem Vormittag statt. 

Dresden war am 13. Februar 1945 und in den Tagen danach bei Angriffen britischer und amerikanische Bomber in Schutt und Asche gelegt worden. Bis zu 25.000 Menschen starben. Die Luftangriffe werden von Rechtsextremen instrumentalisiert, um die Kriegsschuld Deutschlands zu relativieren. Seit 2010 setzt die Menschenkette jährlich ein Zeichen gegen diese Instrumentalisierung.

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