Das Bündnis «Dresden Wi(e)dersetzen» hat zum Widerstand gegen einen geplanten Aufmarsch von Neonazis beim Gedenken an die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg aufgerufen. Man habe überregional für das Anliegen mobil gemacht und rechne mit mehreren Tausend Teilnehmern aus ganz Deutschland, teilte die Initiative in Dresden mit. Man hoffe, dass sich auch breite Teil der Bevölkerung an dem Protest beteiligen. Das Bündnis wird unter anderem von Gewerkschaften, Jugendorganisationen verschiedener Parteien und den Studentenräten mehrerer Hochschulen unterstützt.
«Geschichtsrevisionistisches Opfergehabe»
«An dem Tag müssen wir geschlossen auf die Straße, um das geschichtsrevisionistische Opfergehabe zu verderben. Wo viele von uns sind, ist kein Platz für Neonazis», erklärte Matthias Lüth, einer der Sprecher vom Bündnis «Dresden Wi(e)dersetzen».
Die Stadt Dresden hatte früher wiederholt versucht, die Aufmärsche der Rechten mit Verweis auf eine Gefährdung von Ordnung und Sicherheit zu untersagen. Sie war aber bei Verwaltungsgerichten gescheitert, weil Richter die Versammlungsfreiheit geltend machten.
Bündnis: Neonazi sollten auf der Galopprennbahn im Kreis laufen
Lüth äußerte Unverständnis, dass die Rechtsextremen immer wieder mitten durch die Innenstadt ziehen dürfen. Die Stadt habe die Möglichkeit, auf die Marschstrecke Einfluss zu nehmen. Zudem sollte die Stadt stärker auf die Einhaltung von Auflagen achten und bei Verstößen die Neonazis gar nicht erst loslaufen lassen.
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