Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will sich bei einem Besuch der Gedenkstätte «Geschlossener Jugendwerkhof» in Torgau über die Situation ehemaliger DDR-Heimkinder informieren. Am 22. April kommt er zu einem Rundgang und einem anschließenden Gespräch mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen nach Nordsachsen, wie die Gedenkstätte mitteilte.
«Die Geschichte der repressiven Heimerziehung wirkt bis heute fort», sagte Manuela Rummel, Leiterin der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit der Gedenkstätte, laut Mitteilung. Die Lebenssituation vieler Betroffener sei nach wie vor äußerst prekär. Auch gesellschaftspolitisch sei die Auseinandersetzung mit diesem Kapitel unumgänglich, da autoritäres Denken, Strafe, Zwang und Kontrolle im Namen der Jugendhilfe wieder Aufwind erführen.