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Abkommen zum Einstein-Teleskop in Italien unterzeichnet

Abkommen zum Einstein-Teleskop in Italien unterzeichnet
Sachsen und Sardinien schmieden ein Bündnis für das Einstein-Teleskop. Ziel der beiden Regionen ist der Zusammenarbeit in einer sogenannten Doppel-L-Konfiguration, bei der das Einstein-Teleskop künftig aus zwei komplementären L-förmigen Interferometern bestehen soll – einem in der Lausitz und einem auf Sardinien. (Archivbild) / Foto: Robert Messer/dpa
Von: DieSachsen News
Sachsen und Sardinien wollen gemeinsam das Einstein-Teleskop realisieren. Die Entscheidung über den Standort des Riesen-Forschungsprojekts fällt 2027.

Sachsen und Sardinien haben ihre gemeinsame Bewerbung um das europäische Forschungsvorhaben Einstein-Teleskop vereinbart. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung haben Vertreter deutscher und italienischer Wissenschaftseinrichtungen am Morgen in Nuoro auf Sardinien unterzeichnet, teilte die Technische Universität Dresden mit. Die TU Dresden und das Karlsruher Institut für Technologie tragen die Kooperation auf deutscher Seite. Ziel der beiden Kandidatenregionen ist die Zusammenarbeit in der sogenannten «Doppel-L-Konfiguration», bei der das Einstein Telescope (ET) künftig aus zwei komplementären L-förmigen Interferometern an den Standorten Lausitz und Sardinien bestehen soll. 

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Das Einstein-Teleskop gilt als entscheidender Schritt bei der Erforschung des Universums: Mit seiner Hilfe können Gravitationswellen aus dem All gemessen und ausgewertet werden. Forscher sollen so etwa die Kollision von schwarzen Löchern erkennen und Erkenntnisse über den Beginn des Universums erhalten können.

Bereits zu Beginn des Jahres war eine Absichtserklärung zwischen den deutschen und italienischen Partnern in Rom unterzeichnet worden. Die nun besiegelte Kooperation sei ein weiterer wichtiger Schritt, sagte Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU). Ursula Staudinger, Rektorin der TU Dresden, sieht das Projekt Einstein-Teleskop als große Chance, «Schlüsseltechnologien wissenschaftlich und technologisch weiterzuentwickeln». Die TU bringe ihre Stärken in den Bereichen «Hochleistungsrechnen, KI-gestützte Datenanalyse, Optoelektronik und Präzisionsmesstechnik» ein. 

Die Standortentscheidung um das Einstein-Teleskop wird 2027 erwartet. Neben Sachsen und Sardinien bewirbt sich auch die deutsch-niederländisch-belgische Grenzregion Euregio Maas-Rhein.

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