Mit einem bewegenden Konzert hat der Dresdner Kreuzchor an die Zerstörung der Elbestadt im Zweiten Weltkrieg erinnert. Wenige Tage vor dem Jahrestag der verheerenden Bombardements am 13. Februar 1945 und in den Tagen danach führte der Knabenchor unter Leitung von Kreuzkantor Martin Lehmann die monumentale h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach in der voll besetzten Kreuzkirche auf.
Am 13. Februar 1945 und an den beiden darauffolgenden Tagen hatten britische und amerikanische Bomber das Zentrum der Elbestadt in Schutt und Asche gelegt. Bis zu 25.000 Menschen starben. Zunächst warfen 773 britische Bomber riesige Mengen an Sprengbomben ab. Darauf folgten etwa 650.000 Brandbomben, die einen Feuersturm entfachten.
Dresdner Innenstadt glich einer Wüste aus Ruinen
Die Innenstadt glich schon nach der ersten Angriffswelle einer Wüste aus Ruinen. Am 14. und 15. Februar folgten Bombardements der US-Amerikaner. Die Luftangriffe werden regelmäßig von Rechtsextremen instrumentalisiert, um die Kriegsschuld Deutschlands zu relativieren. Unter Völkerrechtlern und Historikern, auch in Großbritannien, sind die Bombardements umstritten.
Experten sind sich aber darin einig, dass die Luftangriffe auf Dresden nicht ohne den Kontext des Kriegsverlaufs betrachtet werden können. Der von Deutschland ausgelöste Krieg war im Februar 1945 auch nach Dresden zurückgekehrt, heißt es immer wieder.