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DLR eröffnet Raumfahrt-Zentrum in Zittau

Symbolbild Raumfahrt / pixabay WikiImages
Symbolbild Raumfahrt / pixabay WikiImages

Zur Erforschung energieintensiver Produktionsprozesse hat das Luft- und Raumfahrt (DLR) in Zittau ein neues Institut eröffnet.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat im ostsächsischen Zittau einen weiteren Standort eröffnet. Das Institut forscht vor allem daran, wie sich energieintensive Produktionsprozesse umweltfreundlicher gestalten lassen, teilte das DLR am Mittwoch mit. Dabei geht es darum, in Industrieanlagen und Kraftwerken künftig weniger Kohlendioxid freizusetzen. Als Beispiele nannte DLR-Vorstandsvorsitzende Anke Kaysser-Pyzalla etwa die Stahl- und Aluminiumindustrie und die Zementherstellung. Neben Zittau entsteht ein weiterer Standort in Cottbus, wo ebenfalls an sogenannten CO2-armen Industrieprozessen geforscht wird.

Gegründet wurde der DLR-Ableger in Zittau bereits 2019, aktuell sind bereits rund 20 Mitarbeiter am Standort beschäftigt. Langfristig sollen es laut DLR bis zu 60 Mitarbeiter in der ostsächsischen Stadt sein. Bisher sitzt das Institut auf dem Gelände der Hochschule Zittau/Görlitz - voraussichtlich im Juni sollen sie in die Zittauer Manadauhöfe umziehen. Das neue Institut könne mit dazu beitragen, die nationalen Klimaschutzziele zu erreichen, so Kaysser-Pyzalla.

Für die Einrichtung einer Forschungsanlage hat das DLR vorerst eine Halle angemietet, in der Nähe der Zittauer Hochschulbibliothek soll in den nächsten Jahren jedoch ein Neubau mit großer Versuchshalle entstehen. Dort sollen vor allem spezielle Hochleistungs-Wärmepumpen entwickelt werden, mit der die Industrie mit «grüner Wärme» versorgt werden könne. Die Forschungsanlage in Zittau arbeitet dafür etwa mit Wasser und Wasserdampf. Institutsleiter Uwe Riedel stellte in Aussicht, dass eine erste Pilotanlage einer solchen Wärmepumpe mit Temperaturen um 300 Grad in einem Jahr fertig sein - und voraussichtlich Anfang 2023 etwa in der Papier- oder Lebensmittelindustrie zum Einsatz kommen könnte.

«Sachsen war Industrieland, ist Industrieland und soll das auch bleiben, aber ohne die Umwelt zu belasten», sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Das neue Institut passe wie die «Faust aufs Auge» in die Energieregion, die vor einem Strukturwandel stehe. «Ich glaube an die Zukunft der Oberlausitz», betonte Kretschmer.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH