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Aktivistin Scherbakowa hält Rede zum Gedenken an Wende `89

Irina Scherbakowa steht im Rahmen einer Preisverleihung im Stadtschloss Weimar (Thüringen). / Foto: picture alliance/Candy Welz/dpa/Archivbild
Irina Scherbakowa steht im Rahmen einer Preisverleihung im Stadtschloss Weimar (Thüringen). / Foto: picture alliance/Candy Welz/dpa/Archivbild

Die russische Aktivistin Irina Scherbakowa wird die traditionelle Rede zur Demokratie zum diesjährigen Lichtfest in Leipzig halten. Ihre Rede zum Jahrestag der Friedlichen Revolution am 9. Oktober 1989 in Leipzig sei ein Zeichen der Solidarität mit der Ukraine und der Opposition in Russland, sagte Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) am Montag in Leipzig. Die Mitbegründerin der internationalen Menschenrechtsorganisation Memorial werde klare Worte dafür finden, was sie vom russischen Regime halte, sagte Jung.

Nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine habe Scherbakowa um ihr Leben fürchten müssen, deshalb sei sie momentan im Exil, sagte der Politiker. «Wir möchten ein klares Zeichen aus Leipzig senden, dass Frieden möglich sein muss.» Die Entscheidung, dass Scherbakowa die Rede halte, sei eine sehr bewusste gewesen.

Leipzig gedenkt jedes Jahr mit zahlreichen Veranstaltungen um den 9. Oktober der Ereignisse im Herbst 1989. Damals hatten sich mehr als 70.000 Menschen in der Leipziger Innenstadt versammelt, um gegen das SED-Regime zu protestieren. Die Montagsdemonstrationen gelten als entscheidend auf dem Weg zum Mauerfall am 9. November.

Unter dem Motto «Preis der Freiheit» wird in diesem Jahr der 33. Jahrestag der Friedlichen Revolution begangen. Neu im Programm sind geführte Touren begleitet von Bürgerrechtsaktivisten und -aktivistinnen, die von ihren Erlebnissen erzählen. Außerdem werden unter anderem auf dem Augustusplatz Kunstinstallationen ausgestellt.

Die Menschenrechtsorganisation Memorial hat ihren Hauptsitz in Moskau, sie entstand als Bürgerrechtsbewegung während der Perestrojka-Zeit in der früheren Sowjetunion mit dem Ziel, die Auswirkungen der Gewaltherrschaft des Stalinismus aufzuarbeiten und der Opfer zu gedenken.

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