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Wirtschaftskammern in Sachsen warnen vor «Energieinfarkt»

Industrie, Handel und Handwerk in Sachsen haben vor weitreichenden Auswirkungen steigender Energiepreise gewarnt. Es bestehe die Gefahr eines «Energieinfarkts», der die gesamte deutsche Wirtschaft in ihrer Substanz gefährden und enorme wirtschaftliche und soziale Verwerfungen nach sich ziehen könnte, teilten die sächsischen Industrie- und Handelskammern (IHKs) sowie die Handwerkskammern (HWKs) am Dienstag mit. Das von der Bundesregierung vorgesehene dritte Entlastungspaket enthalte keine geeigneten Gegenmaßnahmen, hieß es.

Um dämpfend auf die seit einem Jahr kontinuierlich steigenden Preise für Strom, Gas, Kohle, Öl und Kohlendioxid einzuwirken, forderten die Kammern eine Ausweitung der Angebote. «Anstatt einer Gasumlage sollte zudem ein staatliches Finanzierungsinstrument aufgelegt werden, welches Großhändler mit Verlusten aus dem operativen Geschäft stabilisiert», hieß es weiter.

Weitere Forderungen der Kammern an die Politik umfassen einen Schutzschirm für kommunale Versorger, eine Versorgungszusage für systemrelevante Unternehmen im Falle einer Gasnotfallstufe sowie eine Verpflichtung der Versorger, Unternehmen nicht von einer Grundversorgung auszuschließen.

Die Fraktion der Grünen sprach sich unterdessen für ein eigenes sächsisches Hilfspaket aus. Mit diesem sollen für Privathaushalte, Kommunen, Landeseinrichtungen sowie in der Wirtschaft abgefedert werden, was im Entlastungspaket des Bundes nicht berücksichtigt sei. Anfang September hatten Vertreterinnen und Vertreter der Sächsischen Staatsregierung, der Wirtschaft, Energieversorger, Wohnungswirtschaft, Kommunen, Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbände und der Verbraucherschutzzentrale auf einem Energiegipfel mit Blick auf die Energiekrise auch über mögliche Lösungsansätze diskutiert.

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