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Wieder mehr Sozialwohnungen in Sachsen

Neubauten der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft stehen in der Saalfelder Straße. / Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Neubauten der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft stehen in der Saalfelder Straße. / Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Lange Zeit wurde der Bau von Sozialwohnungen in Sachsen vernachlässigt. In den vergangenen vier Jahren wurden enorme Mittel bereitgestellt und die Lage hat sich verbessert.

Nach zuletzt stagnierenden Zahlen hat sich der Bestand an Sozialwohnungen in Sachsen wieder etwas erholt. Ende 2021 gab es 12.083 Wohnungen mit Belegbindung, wie das Ministerium für Regionalentwicklung mitteilte. Das sind deutlich mehr Wohnungen als in den Jahren zuvor: 2017 waren es lediglich 11.623.

«Seit dem Jahr 2017 stehen in Sachsen jährlich erhebliche Summen für den Bau und die Sanierung von Sozialwohnungen in Dresden und Leipzig zur Verfügung», sagte Thomas Schmidt (CDU), Minister für Regionalentwicklung. Mindestens so wichtig sei, dass seit 2021 auch Mittel für die Sanierung von Wohnungen mit sehr günstigen Mieten im ländlichen Raum bereitgestellt würden. «Damit auch in kleineren Gemeinden Mietwohnraum attraktiv und bezahlbar ist.»

Mit der «Förderrichtlinie gebundener Mietwohnraum» werden seit Inkrafttreten im Jahr 2017 bis Ende 2021 insgesamt 2430 Mietwohnungen mit Mietpreis- und Belegungsbindung gefördert. Davon wurden 737 Wohneinheiten bereits fertiggestellt. Die Fördermittelanträge für das Jahr 2022 sind noch nicht beschieden.

Zwischen 2015 und 2019 war die Zahl der Sozialwohnungen in den östlichen Bundesländern um knapp 43 Prozent gesunken. Nach Zahlen der Bundesregierung schrumpfte der Bestand an Mietwohnungen mit Miet- und Belegungsbindung trotz der Fertigstellung neuer Sozialwohnungen von 102.116 Wohnungen auf dann nur noch 58.604 Sozialwohnungen.

Bei Sozialwohnungen sind die Mieten staatlich reguliert. Nur Menschen, bei denen die Behörden einen besonderen Bedarf sehen, dürfen dort wohnen. Allerdings fallen Wohnungen nach einer bestimmten Zeit aus der «Bindung» und können dann normal am Markt vermietet werden. Seit der Föderalismusreform 2006 sind die Länder für den Bau von Sozialwohnungen zuständig. In dieser Legislaturperiode stellt der Bund den Ländern dafür fünf Milliarden Euro bereit.

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