Die Gewerkschaft IG Metall hat eine regionale Strukturpolitik gefordert, um die Autobranche erfolgreich auf das Ende des Verbrennungsmotors vorzubereiten. Die Umstellung auf alternative Antriebsformen wie E-Mobilität sei eine große Herausforderung, sagte IG-Metall-Chef Jörg Hofmann am Dienstag bei einer digitalen Automobilkonferenz des IG-Metall-Bezirks Berlin-Brandenburg-Sachsen. «Wir werden Umbrüche haben, alles andere wäre blauäugig», sagte er.
Die Politik habe mit den Klimazielen die Weichen für die Umstellung der Autobranche gestellt. Jetzt sei es an den Regionen und den Betrieben, sie umzusetzen. «Wenn wir das Ziel haben, attraktive Industrie-Arbeitsplätze in der Region zu haben, dann müssen wir regionale Transformationsnetzwerke nach vorne bringen», sagte Hofmann. Er diskutierte bei der diesjährigen Automobilkonferenz des Gewerkschaftsbezirks gemeinsam mit Wissenschaftlern und Betriebsräten regionaler Unternehmen über die Zukunft der Branche.
Nach Angaben der Bezirksvorsitzenden der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen, Birgit Dietze, arbeiten 95.000 Menschen in Sachsen in der Autoindustrie. In Berlin und Brandenburg seien es 22.000 Menschen. Die Region sei bereits jetzt gut aufgestellt in Sachen E-Mobilität. «Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass wir die einzigen bleiben werden», sagte sie. Da die Herstellung von Motoren mit klimafreundlichen Antrieben immer wichtiger werde, rechne sie mit größerer Konkurrenz unter den Standorten.