Angesichts anhaltend niedriger Pegelstände sieht der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Elbe als Güterverkehrsweg am Ende. Seit Ende Februar sei die für die Binnenschifffahrt notwendige Fahrrinnentiefe von 1,40 Metern an mehr als 120 Tagen im Jahr unterschritten worden, teilte der BUND Sachsen mit. Mehr als 60 Tage lang habe der Wasserstand sogar unter einem Meter gelegen - und der Sommer habe gerade erst begonnen.
Grundlegende Veränderung von klimatischen Bedingungen
«Güterschifffahrt auf der Elbe lohnt sich nicht mehr», sagte der Vorsitzende des sächsischen Landesverbands, Felix Ekardt. Die klimatischen Bedingungen hätten sich grundlegend verändert, Niedrigwasserperioden nähmen mit der Erderwärmung deutlich zu. Die eingetiefte Elbe beschleunige zudem die Wasserableitung und verschärfe damit die Dürre in der Region.
Laut BUND ist die Fahrrinnentiefe von 1,40 Metern mittlerweile in jedem Jahr über Monate hinweg nicht erreichbar. Dies erschwere planbare Transporte massiv. Die Folge: Sinkende Frachtraten und ein historischer Rückgang bei den Umschlagmengen.