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VW bereitet Einstieg von Motorenwerk in E-Mobilität vor

Der Autobauer Volkswagen bereitet für sein Chemnitzer Motorenwerk den Umstieg zur Elektromobilität vor. Bisher werden dort ausschließlich Verbrennungsmotoren gefertigt. Nach dpa-Informationen wurden diese Woche auf einer Betriebsversammlung Pläne zur Zukunft des Standorts umrissen. «Das erste Zukunftsprodukt, das wir nach Chemnitz bringen wollen, ist das Thermomanagement», sagte Technik-Vorstand Thomas Schmall nach Angaben des Unternehmens. Dies sei ein erster Schritt für die Transformation des Standortes hin zu «einem Schlüsselwerk der E-Mobilität».

Das Thermomanagement wird gebraucht, um die Temperatur der Akkus von E-Autos in einem optimalen Bereich zu halten - etwa bei hohen Temperaturen im Sommer oder Frost im Winter. Das hat Einfluss auf die Lebensdauer und die Reichweite der Akkus. Laut Schmall wird bei Volkswagen ein neues System entwickelt, das effizienter arbeitet als bisherige. Es solle «ab Mitte des Jahrzehnts» in Chemnitz gefertigt werden: «Es ist der Einstieg in die Transformation des Standorts.» Weitere Schritte sollen folgen.

Anders als an den sächsischen VW-Standorten Zwickau und Dresden, die komplett auf Elektrofahrzeuge umgestellt und damit Vorreiter bei Volkswagen sind, hängen die rund 1900 Jobs in Chemnitz noch an der Fertigung von Verbrennungsmotoren. Sie werden in Modellen wie Golf und Tiguan verbaut. In den vergangenen Jahren war der Ausstoß aber deutlich gesunken. 2019 waren es 833.000 Motoren, im vergangenen Jahr 591.000. Den Angaben zufolge hatten Mitarbeiter zuletzt auch an den anderen Standorten Zwickau und Braunschweig ausgeholfen.

«Die Produktion von klassischen Motoren ist nach wie vor ein wichtiger Ergebnisbringer für den Konzern», betonte Schmall laut Redemanuskript. «Sie finanziert den Wandel hin zur E-Mobilität und ist deshalb noch viele Jahre von zentraler Bedeutung.» Das Chemnitzer Werk sei auf lange Zeit ausgelastet, TSI-Motoren würden bis Ende des Jahrzehnts produziert. 2023 seien 25 Prozent mehr Einheiten geplant als dieses Jahr. Schmall: «Wir werden daher auch weiter kräftig in den Standort investieren.»

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