Die ostdeutsche Bauwirtschaft blickt pessimistisch in das neue Jahr. Einer Umfrage des Bauindustrieverbandes Ost vom November 2020 zufolge erwartet gut die Hälfte der Unternehmen sinkende Umsätze, nur gut ein Viertel rechnet mit steigenden. «Die Corona-Pandemie macht sich jetzt auch am Bau bemerkbar», sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Robert Momberg. «Wir rechnen damit, dass sie die Bauwirtschaft mit Verzögerung treffen wird.» Mit einer sinkenden Zahl der Beschäftigten rechnet Momberg aber nicht.
Der Bauindustrieverband vertritt die Interessen von 260 Unternehmen mit insgesamt 20 000 Beschäftigten in den Ländern Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Das Gesamtauftragsvolumen des ostdeutschen Bauhauptgewerbes sei per Oktober 2020 um 3,9 Prozent zurückgegangen, hieß es. Es betrug 14,5 Milliarden Euro. Die Lage vor allem im Wohnungsbau sei besorgniserregend. Dort seien die Aufträge um 9,4 Prozent auf rund 2,8 Milliarden Euro gesunken. Auch der Straßenbau bereite große Sorgen. Hier sei die Nachfrage um 8,1 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro zurückgegangen.