Neue Solar- und Windkraftanlagen haben die Einspeisung von grünem Strom im Mitnetz-Gebiet auf einen Rekordwert getrieben. 2022 wurden rund 15 Terawattstunden erzeugt, nach 13,2 Terawattstunden im Vorjahr, wie der Netzbetreiber am Mittwoch berichtete. Rechnerisch wurde damit deutlich mehr Strom aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt als in der Region verbraucht. Um mit der Energiewende Schritt zu halten, muss Mitnetz jedoch seine Investitionen ins Stromnetz erhöhen. In diesem Jahr sind 343 Millionen Euro geplant, 2024 sollen es über 400 Millionen Euro sein.
«Wir sind hier in der Region der Energiewende um zehn Jahre voraus», sagte Mitnetz-Geschäftsführer Dirk Sattur. An 285 Tagen sei im vergangenen Jahr überschüssiger Strom ins überregionale Netz abgegeben worden - etwa für Verbraucher in Süddeutschland.
Das Gebiet von Mitnetz erstreckt sich auf Teile Sachsens, Sachsen-Anhalts und Brandenburgs sowie zwei Gegenden in Thüringen. Jedoch ist die Menge des aus erneuerbaren Energien erzeugten Stroms am Endverbrauch regional verschieden. Während Brandenburg den Angaben zufolge zuletzt auf ein mehr als drei Mal so hohes Verhältnis kam (315 Prozent), lag der Wert in Sachsen-Anhalt bei 142 Prozent und in Sachsen mit 53 Prozent nur etwas über dem Bundesschnitt (48 Prozent).