Für einen Erfolg des Strukturwandels in der Lausitz müssen die Themen Wasserhaushalt und Bildungsinfrastruktur nach Ansicht der Kommunen ganz oben auf der politischen Agenda stehen. Ansonsten werde der Wandel der Kohleregion hin zu einer nachhaltigen und weiterhin lebenswerten Region scheitern, warnt die Sprecherin der Lausitzrunde für die Brandenburger Kommunen, Christine Herntier, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Diese beiden Schwerpunktthemen hätten Südbrandenburg und Ostsachsen gleichermaßen. Vor allem beim Thema Bildung sieht Herntier in der Lausitz Nachholbedarf. Ein Forscher der Universität Potsdam hält die Problemstellung der Kommunen für zutreffend.
Herntier fordert, vor allem das Thema Demografie und Zuzug in Zeiten des Fachkräftemangels neu zu denken. Ihrer Einschätzung nach gibt es mit Blick auf die Entwicklung einer Bildungsinfrastruktur in der Lausitz einen Dissens. Bei den Schulentwicklungskonzepten sei man nicht von Zuzug ausgegangen, sondern von einer weiteren Schrumpfung der Region, schildert sie das Problem. Bei dem wichtigen Thema schulische Infrastruktur fühlten sich die Kommunen allein gelassen.