Aus Sicht des CDU-Medienpolitikers Markus Kurze dürfen durch Sparbemühungen beim Mitteldeutschen Rundfunk keine neuen Ungleichgewichte zwischen den drei Bundesländern entstehen. Um das zu vermeiden, müsse am Umbau des Funkhauses in Halle festgehalten werden, sagte der sachsen-anhaltische Landtagsabgeordnete der Deutschen Presse-Agentur. Er habe Verständnis, dass der MDR die Investition in der derzeitigen Situation zurückstelle. Sie dürfe aber nicht prinzipiell infrage gestellt werden.
Zuvor hatte bereits Thüringen gefordert, dass die Aufgabenverteilung im MDR-Sendegebiet gerechter zwischen ihnen, Sachsen und Sachsen-Anhalt zu verteilen. Der Freistaat erneuerte damit eine immer wieder vorgebrachte Kritik. Der MDR hat in allen drei Ländern Landesfunkhäuser mit regionalen Sendestandorten. Die Fernsehzentrale sitzt in Leipzig, aus dem sachsen-anhaltischen Halle werden derzeit mehrere Radiosender für alle drei Länder produziert und aus der Thüringer Landeshauptstadt Erfurt kommt unter MDR-Federführung das Programm für den Kinderkanal Kika von ARD und ZDF.