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Im Lausitzer Revier: Beratung zu Strukturwandel-Projekten

Im Lausitzer Revier: Beratung zu Strukturwandel-Projekten
Blick am Abend über den Bärwalder See auf das Kraftwerk Boxberg. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
Von: DieSachsen News

Die Arbeitsgruppe Strukturwandel im Landkreis Görlitz sammelt ab sofort Ideen für die Zeit nach der Abkehr von der Kohle in der Lausitz. Zehn neue Mitarbeiter der Entwicklungsgesellschaft Niederschlesische Oberlausitz mbH helfen bei der Entwicklung, Beantragung und Umsetzung von Projektideen. «Wir freuen uns, den Strukturwandel mit dem Aufbau neuer personeller Ressourcen aktiv unterstützen zu können. Neben der transparenten Information wird die Arbeitsgruppe alle Projekte greifbar machen und den Antragstellern aus dem Landkreis als Unterstützung zur Seite stehen», sagte Landrat Bernd Lange (CDU).

Die neuen Mitarbeiter sollen ab Mitte Mai «in die Fläche» gehen, um viele Beteiligte in den Prozess des Strukturwandels einzubinden. Bei verschiedenen Formaten sollen Bürger ihre Projekt- und Geschäftsideen für den Innovationsprozess einbringen. Die Arbeitsgruppe soll unter anderem dabei helfen, Vorschläge in förderfähige Konzepte umzusetzen.

Parallel haben sich in der letzten Aprilwoche auf Bestreben des Sächsischen Ministeriums für Regionalentwicklung und der Sächsischen Agentur für Strukturentwicklung in Bautzen und Markkleeberg zwei Begleitausschüsse gebildet. Sie sollen den sächsischen Braunkohleregionen beratend und strategisch zur Seite stehen.

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Die Ausschüsse setzen sich aus Institutionen, Vertretern der Landkreise und Kommunen, Vereinen und Verbänden zusammen und sollen zum Austausch zwischen Landesregierung und Revieren beitragen. «Der Strukturwandel wird in unserer Region bis zum endgültigen Braunkohleausstieg 2038 ein wesentliches Thema sein. Der Begleitausschuss ermöglicht eine breite Beteiligung verschiedenster Interessensvertreter», sagte die Bautzener Beigeordnete und Vorsitzende des Begleitausschusses Lausitz, Birgit Weber.

Die Lausitz steht vor einem erneuten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel. Durch den Kohleausstieg droht der Region der Wegfall von rund 8000 direkten Arbeitsplätzen und weiteren 16 000 Arbeitsplätzen bei Dienstleistern und Zulieferern. Dadurch werden wirtschaftliche und soziale Umgestaltungsprozesse notwendig. Förderprogramme stellen bis zu 40 Milliarden Euro zur Unterstützung der betroffenen Kohleregionen bereit.

ENO

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

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