Sachsenforst setzt bei der Holzernte auf tierische Helfer. Zehn bis zwölf sogenannte Pferderücker seien für den Staatsbetrieb im Einsatz, informierte das Agrarministerium am Mittwoch bei einem Vor-Ort-Termin in Gelenau im Erzgebirge. Die im Wald zum Holzrücken eingesetzten Pferde ergänzen spezielle schwere Holzernte-Maschinen wie Harvester und Forwarder etwa an steilen Hängen. Vorteil der Waldbewirtschaftung mit Pferden sei, dass sie besonders schonend für Boden und verbleibende Bäume sei, hieß es.
Dabei ziehen die Kaltblüter nicht nur Stämme aus dem Wald, damit sie später abtransportiert werden können. Auch bei der Bodenbearbeitung wird auf sie zurückgegriffen, um neue Bäume wie Weißtannen säen zu können. «Rückepferde unterstützen unsere Forstleute immer wieder beim so dringend notwendigen Waldumbau und ergänzen den Maschineneinsatz», betonte Forstminister Wolfram Günther (Grüne). Er sei froh, dass in Sachsen Pferde im Wald eingesetzt werden. Dadurch blieben auch die Fertigkeiten der Tiere und das Wissen der Pferderücker erhalten.