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Hohe Energiepreise drücken Stimmung bei Handwerkern

Die steigenden Energiepreise machen den Handwerkern in Ostsachsen zu schaffen. In einer Umfrage der Handwerkskammer Dresden gaben die Unternehmen an, dass die Energiekosten inzwischen durchschnittlich einen Anteil von 11,3 Prozent an ihrem Umsatz hätten. Das sei eine Steigerung um 50 Prozent im Fünf-Jahres-Vergleich, teilte die Handwerkskammer am Donnerstag mit. Um die Steigerung zu kompensieren, hätten zwei Drittel der Betriebe bereits ihre eigenen Preise angehoben.

«Das ist eine enorme Dimension, wenn man sich überlegt, dass die Energiekosten für die Betriebe im ostsächsischen Handwerk nur ein Kostenblock von vielen sind», sagte Handwerkskammer-Präsident Jörg Dittrich. Gerade für kleine und mittlere Betriebe könnten die massiven Energiepreissteigerungen existenzbedrohend sein.

Laut einer aktuellen Konjunkturumfrage der Kammer bewertet zwar knapp jedes zweite Unternehmen (46 Prozent) seine Geschäftslage als gut. Doch die Stimmung ist schlechter geworden: Mit 110 Punkten fällt das Geschäftsklima düsterer aus als im Vorjahr. Die Gründe dafür seien divers, sagte Hauptgeschäftsführer Andreas Brzezinski. Dazu zählten neben den Energiekosten auch die gestörten Lieferketten und bedrohliche Personalengpässe.

Nach Einschätzung der Kammer könnte sich die Situation in der Zukunft weiter zuspitzen. So gaben in der Umfrage 23 Prozent der Unternehmen an, dass sie für das kommende Quartal eine Verschlechterung ihrer Geschäftslage erwarten. Nur 13 Prozent gaben sich optimistisch und rechneten mit einer positiven Entwicklung.

Auch den Betrieben im Raum Leipzig machen die hohen Energiepreise zu schaffen. Die Hoffnung, dass mit dem Ende der Corona-Pandemie die Konjunktur wieder richtig anspringt, erfülle sich leider nicht, teilte die Handwerkskammer Leipzig am Donnerstag mit. In der kommenden Woche will die Handwerkskammer die Ergebnisse ihrer eigenen Frühjahrskonjunkturbefragung vorstellen.

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