Dramatische Lage, drohender Stillstand, Crash: Sachsens Handwerk und Verbände finden angesichts der Krise in der deutschen Bau-, Wohnungs- und Immobilienwirtschaft vor dem für Montag im Kanzleramt geplanten Wohnungsbaugipfel deutliche Worte. In einer «Dresdner Erklärung» wird die Bundesregierung dringend zum Handeln aufgefordert. Der drohende Kollaps «muss abgewendet werden», damit Wohnen bezahlbar bleibe und auch die Klimaziele erreicht würden, appellierten Vertreter nach einem Treffen am Freitag in der Sächsischen Staatskanzlei. Es gehe um Verlässlichkeit und Planungssicherheit, sonst drohten Firmenschließungen samt Arbeitsplatz- und Wissensverlust sowie die unwiederbringliche Abwanderung von Fachkräften in andere Branchen.
Zinsverbilligte Darlehen und Anhebung der Einkommensgrenzen bei der Förderung, um den Erwerb von Wohneigentum attraktiver zu machen, eine gestaffelte Erhebung der Grundsteuer, Verzicht auf weitere Verschärfungen der energetischen Standards und Streichungen im Bereich der ländlichen Entwicklung sowie die Wiedereinführung des Baukindergeldes sind dringend nötige Maßnahmen aus Praxissicht.