Die Stimmung bei den Verbrauchern in Sachsen ist zwar leicht gestiegen, doch noch weit entfernt vom Vor-Corona-Niveau. «Auch die Effekte durch die Senkung der Mehrwertsteuer sind für den Einzelhandel bislang überschaubar», sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Sachsen, René Glaser, der Deutschen Presse-Agentur.
Seit dem 1. Juli beträgt die Mehrwertsteuer, die bei jedem Einkauf anfällt, nur noch 16 statt 19 Prozent. Der ermäßigte Satz, der für viele Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs gilt, beträgt 7 statt 5 Prozent.
Ein Grund für das zurückhaltende Kaufverhalten sei für die Kunden die Maskenpflicht, so Glaser. «Wir können sie aber aus gesundheitspolitischer Sicht nachvollziehen», betonte er. Dennoch bremse sie das Shoppingerlebnis und das ungezwungene Bummeln durch die Geschäfte aus. «Wir spüren, dass die Kunden beim Einkauf planvoll vorgehen und oft nur Bedarfskäufe tätigen». In den Städten fehlten häufig die Menschen, die einfach aus Lust am Shoppen und Stöbern oder am An- und Ausprobieren in die Läden kämen.