Die Waggonbauer des von Umstrukturierungsplänen betroffenen Bombardier-Werks in Görlitz wollen am Samstag für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze auf die Straße gehen. Die Demonstration soll um 10.00 Uhr am Werkstor beginnen und durch die Innenstadt zum Marienplatz führen. Die IG Metall erwartet etwa 2000 Demonstranten. Auf der zentralen Kundgebung wird neben anderen auch der Görlitzer Oberbürgermeister Siegfried Deinege (parteilos) sprechen, wie die Gewerkschaft am Donnerstag ankündigte. Deinege war früher Leiter des Bombardier-Werks, das der größte Arbeitgeber in der Grenzstadt an der Neiße ist.
Das Management des kanadischen Zugherstellers Bombardier Transportation plant eine grundlegende Umstrukturierung seiner Zugsparte. Wie viele der bundesweit 8500 Arbeitsplätze an welchen Standorten dadurch wegfallen könnten, ist noch unklar. Bis Juli sollen die Beschäftigten Klarheit erhalten, wie Bombardier angekündigt hatte.
Das Görlitzer Werk soll sich nach bislang bekannt gewordenen Planungen auf Aluminium-Wagenkästen spezialisieren und seine bisherige Kernkompetenz im Stahl-Rohbau aufgeben, was das Werk aus Sicht von Betriebsrat und IG Metall aber nicht zukunftssicher machen würde.