Der sächsische Hightech-Branchenverband «Silicon Saxony» hofft mit der Eröffnung der Bosch-Halbleiterfabrik in Dresden auf eine Signalwirkung für den Standort. «Wir sind immer an der Ansiedlung weiterer Unternehmen interessiert und unterstützen sie zusammen mit der Wirtschaftsförderung», sagte Geschäftsstellenleiter Frank Bösenberg. So hatte etwa der Chipriese Intel jüngst den Ausbau seiner Kapazitäten in Europa angekündigt. Bosch habe sich im globalen Vergleich für die sächsische Landeshauptstadt entschieden. «Es gäbe viele Gründe auch für Intel», so Bösenberg.
Bosch will am 7. Juni in Dresden die neue Halbleiterfabrik im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) offiziell eröffnen. Künftig will das Unternehmen am Standort vor allem Chips für das Internet der Dinge und die Autoindustrie bauen und investiert rund eine Milliarde Euro - die größte Einzelinvestition in der 130-jährigen Firmengeschichte. Aktuell beschäftigt Bosch rund 250 Mitarbeiter in Dresden - bis zu 700 sollen es später einmal sein.