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Energiepreise: EnviaM fordert mehr Entlastung der Menschen

Eine Gasflamme auf einer Kochstelle an einem Gasherd in einer Küche. / Foto: Patrick Pleul/dpa/Symbolbild
Eine Gasflamme auf einer Kochstelle an einem Gasherd in einer Küche. / Foto: Patrick Pleul/dpa/Symbolbild

Der ostdeutsche Energieversorger EnviaM fordert angesichts extrem steigender Strom- und Gaspreise dringend mehr Entlastung der Bürgerinnen und Bürger. Die Bundesregierung müsse schneller reagieren, sagte Vorstandschef Stephan Lowis am Mittwoch. «Das was bisher an Maßnahmenpaketen auf dem Tisch liegt, wird nicht ausreichen, um die Kostenbelastung abzufedern.» Ein Ende der Preisspirale sei derzeit nicht in Sicht.

Wie die Unterstützung der Menschen organisiert werden soll, sei Sache der Politik. Wohngeld-Erhöhungen könnten ebenso helfen wie direkte Zahlungen an bestimmte Einkommensgruppen. Die Umsatzsteuer solle nicht nur für Gas auf 7 Prozent gesenkt werden sondern auch für Strom und Fernwärme. «Da gibt es eine Fülle von Möglichkeiten. Wir finden nur, dass sich die Politik damit ein bisschen Zeit lässt», warnte Lowis.

EnviaM bemerke jetzt schon bei der Kundschaft eine gewisse Ratlosigkeit, wie diese mit den Energiepreisen klarkommen soll, sagte Vertriebschef Andreas Auerbach. Das Unternehmen rief alle Kundinnen und Kunden dazu auf, sich bei möglichen Zahlungsproblemen frühzeitig zu melden. Dann könne gemeinsam nach Lösungen gesucht werden - etwa über Ratenzahlungen. EnviaM habe von den hohen Preisen selbst nichts - sie würden letztlich nur weitergereicht.

Der Energieversorger beliefert nach eigenen Angaben mehr als 1,3 Millionen Kunden in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen mit Strom, Gas und Wärme, EnviaM hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von 2,766 Milliarden Euro (2020: 2,776) erwirtschaftet, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei 316,7 Millionen Euro (317,9 Mio). Die Dividende wurde von 0,65 auf 0,77 Euro je Aktie angehoben - Anteilseigner sind neben dem Versorger Eon rund 650 ostdeutsche Kommunen.

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