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Winter-Intermezzo mit etwas Schnee - Eisweinlese im Elbtal

Frostige Weintrauben. / Foto: Heiko Rebsch/dpa
Frostige Weintrauben. / Foto: Heiko Rebsch/dpa

Tief «Regine» und Hoch «Erik» haben am Wochenende für frostige Tage und Nächte gesorgt - und den ersten Schnee. Am Samstag- und am Sonntagmorgen waren landesweit Wiesen, Felder, Hausdächer und Gartenblumen wie bezuckert, Pfützen und Autoscheiben vereist. «Es ist vielerorts weiß, aber eher durch Reif als Schnee», sagte ein Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig am Sonntag. Größere Verkehrsprobleme gab es nicht - aber im Elbtal eine besondere Köstlichkeit.

Selbst auf dem 1215 Meter hohen Fichtelberg, der höchsten Erhebung des Erzgebirges, lag nur ein Hauch von Schnee auf den Hängen und damit noch zu wenig für Ski und Rodel. Nur Wanderer oder Spaziergänger waren unterwegs. Im Erzgebirge herrschte laut DWD nachts strenger Frost, am kältesten war es mit minus 15 Grad Celsius in Marienberg-Kühnhaide. Auch in Zinnwald, Georgenfeld und Deutschneudorf wurden minus 10 Grad Celsius gemessen.

Tagsüber lagen die Temperaturen zwischen minus 1 und minus 6 Grad Celsius und damit im leichten Frostbereich, im Gebirge fielen in der Nacht zum Samstag zwei bis drei Zentimeter Neuschnee. Ein Temperatursturz um 20 Grad sei «sehr enorm», sagte ein DWD-Meteorologe am Samstag. «Vor 4 Tagen hatten wir noch 15 Grad plus, jetzt 7 Grad minus.» Trotz überfrorener Nässe gab es kaum Probleme im Verkehr. «Erstaunlicherweise ist es relativ ruhig geblieben, bis auf kleine Unfälle», sagte ein Sprecher des Verkehrswarndienstes in Dresden.

Dank frostiger Temperaturen konnten auf dem Weinberg Goldener Wagen in Radebeul wie erhofft die Trauben für den Eiswein geerntet werden. Bei klirrender Kälte schnitten 25 Winzer des Sächsischen Staatsweinguts Schloss Wackerbarth ab 5.00 Uhr und innerhalb von rund einer Stunde die gefrorenen Früchte von rund 1000 Traminer-Reben.

Nach ruhigem Wetter mit Sonne im Tiefland und starker Bewölkung in den Mittelgebirgen bei Minusgraden am Sonntag naht von Westen neuer Schneefall, der bis in den Montag anhält und vereinzelt in Schneeregen oder Regen übergeht, wie der DWD-Meteorologe sagte. Erwartet werden ein bis fünf Zentimeter Neuschnee, der aber nicht dauerhaft liegen bleibt - es wird Tag für Tag milder und auch in den Hochlagen.

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