Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) hat das endgültige Aus für die Gummibären-Produktion in Wilkau-Haßlau bei Zwickau kritisiert. «Wir haben eine kooperative, lösungsorientierte Haltung von Haribo erwartet», schrieb er auf Twitter. «Hier wurde eine Chance vertan; das Ergebnis der Verhandlungen ist enttäuschend.» Dulig hatte sich für eine Übernahme des Werkes durch den Konkurrenten Katjes eingesetzt. Das Unternehmen habe sich ernsthaft für den Standort interessiert, betonte Dulig, der auch Ostbeauftragter der SPD ist. «Es bestand berechtigte Hoffnung, dass die Produktion fortgesetzt werden kann.»
Haribo hatte zu Wochenbeginn erklärt, es habe sich kein Käufer für sein einziges Werk in Ostdeutschland gefunden. Deswegen wurden die Verkaufsverhandlungen beendet und soll das Gelände nun anderweitig entwickelt werden. Betroffen sind den Angaben zufolge 119 Beschäftigte. Die Produktion in Sachsen hatte der Goldbären-Hersteller schon Ende 2020 heruntergefahren. Die Schließung wurde mit hohen Investitionen begründet, die am Standort nötig seien.